Handarbeiten – ein immer neuer Trend, der Generationen von Jugendlichen erfasst und viele, die einmal die Häkel- oder Stricknadeln in die Hand genommen haben, ein Leben lang nicht mehr loslässt. Nach der großen Strickwelle der 80er Jahre, den immer wieder aufbrandenden Strömungen und dem Spiel mit Materialien, Farben, Formen und Techniken ist derzeit das Häkeln auf dem Vormarsch: Mit dickem Garn und großen Maschen entstehen gerade vor allem bei den Vertretern der „Gen Z“ Tiere und Figuren, die, mit Accessoires versehen und dick ausgestopft, im Freundeskreis verschenkt werden.
Wie schön ist es also, dass es auch in Meinerzhagen eine Strick- und Häkelschule gibt – dahinter steckt Nadezda Spitzer, und gemeinsam haben ihr Sandra Clemens und Nicole Schatto von der städtischen Wirtschaftsförderung einen Besuch in ihrem Studio in der Mühlenbergstraße abgestattet. Schon ein erster Blick in die Räume zeigt: Auch Nadezda Spitzer hat das „Handarbeitsvirus“ seit Kindheitstagen nicht mehr losgelassen. „Das trifft komplett auf mich zu“, lacht sie denn auch bei dieser Bemerkung. „Wie so viele andere habe ich meine Liebe zum Stricken mit ungefähr 12 Jahren entdeckt. Mit dem Handarbeiten selbst hatte ich bereits als etwa Sechsjährige begonnen, als Jugendliche begann ich aber, mich intensiver mit den Techniken, Mustern und kreativen Projekten zu beschäftigen.“
Kreativität, Konzentration und sehr viel Spaß
Es folgten Fachkurse für anspruchsvolle Strick-, Häkel- und Maschinenstricktechniken, die Begeisterung der 41jährigen, die seit fast dreißig Jahren ihren Lebensmittelpunkt in Meinerzhagen hat, gipfelte schließlich in dem Entschluss, hier eine Strick- und Häkelschule zu eröffnen. Diese steht mit verschiedenen Kursangeboten für Menschen jeden Alters offen. Ob Handarbeitsprofi oder kompletter Neuling: Nadezda Spitzer freut sich, ihre Leidenschaft zu teilen. „Besonders schön ist es, zu sehen, mit welcher Freude Kinder neue Fähigkeiten erlernen“, erklärt sie im Gespräch. „Die größte Begeisterung entsteht, wenn sie ihr erstes eigenes Werk fertigstellen – beispielsweise ein kleines Kuscheltier oder einen selbstgemachten Schlüsselanhänger. Diese Erfolgserlebnisse stärken ihr Selbstvertrauen und fördern ihre Kreativität, und das zu begleiten, ist einfach toll.“
Kurse für jedes Alter und Können
Derzeit werden alle Kurse ausschließlich von Nadezda Spitzer geleitet. So kann sie auf die individuellen Bedürfnisse jedes Teilnehmers eingehen und eine persönliche Lernatmosphäre schaffen, denn die ist ihr genauso wichtig wie der Lerneffekt ihrer Schülerinnen und Schüler. Dass ihr diese Balance gelingt, kann man der schönen Atmosphäre vor Ort direkt entnehmen: Zwischen Regalen voller Wolle und Materialien finden sich immer wieder Ausstellungsstücke vom anspruchsvollen Strickpullover über eine Häkelschale mit Tiermotiv bis hin zu filigranen Decken und fantasievoll gemusterten Deko-Elementen. Was Nadezda Spitzer besonders freut, ist die positive Rückmeldung von allen, die ihre Strick- und Häkelschule besuchen: Ob Kindergruppe oder „Profi-Strickkreis“ – alle fühlen sich wohl und das Handarbeiten schafft eine besondere Form der Gemeinschaft. Und genau das ist es, was viele mit diesem besonderen Hobby verbinden – wie schön, dass es in Meinerzhagen einen Ort dafür gibt!
Weitere Infos zur Strick- und Häkelschule von Nadezda Spitzer finden Sie hier.
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