„Vereinbarkeit von Beruf und Pflege“: Für viele Menschen macht die doppelte Verantwortung den Alltag zum Balanceakt. Um pflegende Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wirksam zu entlasten, hat das Land NRW das Programm „Vereinbarkeit von Beruf und Pflege“ entwickelt. Neben konkreten Unterstützungsangeboten geht es dabei auch darum, die Arbeitgeber mit ins Boot zu holen: Denn auch diese können die Rahmenbedingungen für ihre Mitarbeitenden so anpassen, dass sie ihrem Beruf gut nachgehen und gleichzeitig die Pflege eines Angehörigen übernehmen können. Dafür steht die „Pflegecharta“ als Teil des Landesprogramms, in die Unternehmen mit entsprechender Selbstverpflichtung aufgenommen werden.
Seit der vergangenen Woche ist mit der OTTO FUCHS KG auch ein heimisches Unternehmen offiziell Teilnehmer des Programms: Das Unternehmen hat sich intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt und bietet Mitarbeitenden, die sich in der entsprechenden Situation befinden, Unterstützung an – beispielsweise indem die Arbeitszeiten und der Schichtrhythmus an die Notwendigkeiten angepasst werden, indem mehr Flexibilität in besonderen Situationen ermöglicht oder überhaupt zunächst die Aufmerksamkeit für das Thema gestärkt wird.
Um als pflegefreundliches Unternehmen zu agieren, hat sich die OTTO FUCHS KG mit ihrem Selbstverständnis und konkreten Maßnahmen, wie z. B. der Ausbildung von Pflege Guides klar in die Verantwortung genommen. Entsprechend groß war in der vergangenen Woche die Freude, als Andreas Engelhardt, persönlich haftender Gesellschafter der OTTO FUCHS KG, die Charta im Beisein von Vertreterinnen und Vertretern des Unternehmens, regionaler Unterstützung sowie von Karl-Josef Laumann unterzeichnete. Der Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen war extra nach Meinerzhagen gereist, um die Wichtigkeit des Themas zu unterstreichen: Die handfeste Unterstützung der Beschäftigten, wenn zusätzlich zum Beruf Angehörige gepflegt werden, sei vorbildlich.
Ebenfalls vor Ort waren Landrat Ralf Schwarzkopf, der die Charta für den Märkischen Kreis unterzeichnete, sowie Bürgermeister Jan Nesselrath, der die Bestrebungen begleitet und unterstützt: „Es ist ungemein wichtig, die gesellschaftlichen Entwicklungen in allen Lebensbereichen zu erkennen und im Alltag abzubilden“, so Jan Nesselrath. „Und dazu gehört insbesondere auch das Thema Pflege, das die Menschen beschäftigt und leider oft zur Doppelbelastung wird. Da sind wir alle gefordert, uns zusammen für ein funktionierendes Miteinander einzusetzen, dass den pflegenden Menschen in der Bewältigung ihrer tagtäglichen Verantwortung hilft.“
Weitere Informationen finden Sie unter: www.berufundpflege-nrw.de
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