Es ist ein Projekt, das aus der Idee einiger engagierter Menschen entstand und schnell übergreifende Formen annahm: Am Sonntag, 4. Oktober 2026, findet ab 16.30 Uhr in der Jesus-Christus Kirche ein Orgelkonzert der besonderen Art statt – und alle Interessierten sind herzlich eingeladen. An der Orgel wird Harry Hamers zu hören sein. Er war über 50 Jahre der Organist der Nieuwe Kerk in Meinerzhagens Partnerstadt Kampen in den Niederlanden und darüber ist hinaus ein renommierter Pianist und Chorleiter, der für sein Schaffen zum Ritter des Ordens von Oranien-Nassau ernannt wurde.
Musik niederländischer Komponisten – verbunden mit Informationen zu den romanischen Kirchen im Märkischen Kreis
Das Konzert an sich verspricht also bereits höchsten musikalischen Genuss – zu Gehör werden insbesondere Stücke der niederländischen Romantik aus dem 19. Jahrhundert kommen. Gleichzeitig, das verrieten die Organisatoren des Konzerts, soll der gemeinsame Nachmittag einem weiteren Zweck dienen: Denn hinter dieser Idee stecken insbesondere Dirk Gogarn, evangelischer Pfarrer in Meinerzhagen, Christiane Wagner, als Mitglied des Komitees Städtepartnerschaft v.a. mit der Zusammenarbeit mit Kampen betraut, sowie Karl-Heinz Bartsch, der gemeinsam mit Dirk Gogarn auch im Förderverein Romanische Kirchen im Märkischen Kreis e.V. engagiert ist.
Dessen Ziel ist es vor allem, das Kulturgut romanischer Kirchen ins Bewusstsein zu heben. „Wir wollen zeigen, welche Schätze wir hier vor der Haustür haben“, so Karl-Heinz Bartsch, der auch als Kirchenarchivar tätig ist und seit fast 25 Jahren Führungen durch die Jesus-Christus-Kirche anbietet. Insgesamt sieben romanische Kirchen gibt es im Märkischen Kreis, und sie alle zeichnen bestimmte Merkmale aus. Welche dies sind, wird ebenfalls im Rahmen des Konzerts thematisiert: Erhard Pierlings wird das Konzert moderieren. „Unsere Idee für ein gemeinsames Konzert nahm schnell übergeordnete Formen an“, ergänzt Dirk Gogarn: „Wir wollen den Aktionstag zum Erhalt der romanischen Kirchen im Märkischen Kreis am 4. Oktober nutzen und gleichzeitig auch die Beziehung zu unserer Partnerstadt Kampen pflegen.“ Die Kontakte in die Niederlande und insbesondere zu Harry Hamers seien eng, so Christiane Wagner, „und so entstand der Gedanke, dass wir Kulturgut in Form von Musik und Architektur mit dem Gedanken grenzüberschreitender Freundschaft verbinden könnten.“
Der Nachmittag in der Jesus-Christus-Kirche verspricht also besondere Einsichten sowohl musikalischer als auch kulturhistorischer Natur – und das Organisationsteam freut sich auf viele interessierte Besucherinnen und Besucher. Der Eintritt ist frei, um eine Spende für den Verein wird gebeten.
Informationen zur Kirchengeschichte über einen QR-Code abrufbar
Wer sich für die Geschichte, Architektur und Bedeutung der Jesus-Christus-Kirche und der weiteren sechs romanischen Kirchen im Märkischen Kreis interessiert, der sei auf eine Informationstafel am Kirchenportal hingewiesen. Dort finden sich nicht nur Informationen über den Standort der Kirchen und den Verein, sondern seit kurzem kann dort auch ein QR-Code aufgerufen werden. Dieser verlinkt zu einer virtuellen Führung durch die Jesus-Christus-Kirche, die Karl-Heinz Bartsch extra zu diesem Zweck aufnahm. Entsprechende Codes finden sich inzwischen auch an den anderen aufgeführten Kirchen und ermöglichen die eigenständige „Reise“ in die Historie, den Aufbau und die Bedeutung der insgesamt sieben Kirchen.
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