Mit der Erstellung der kommunalen Wärmeplanung sollen die Kommunen in Deutschland einen wesentlichen Beitrag zur Energiewende leisten. Wie diese konkret hier in Meinerzhagen aussehen kann, ist derzeit Gegenstand einer umfangreichen Untersuchung. Zum aktuellen Stand fand gestern Abend eine Informationsveranstaltung für interessierte Bürgerinnen und Bürger im Rathaus statt: Dabei ging es um die Zwischenergebnisse der Analyse, die seit Anfang des Jahres durch die Stadtverwaltung in enger Zusammenarbeit mit dem Beratungsunternehmen HIC Consulting und verschiedenen Expertinnen und Experten aus den Bereichen Energieversorgung sowie mit Akteuren aus Wirtschaft und Stadtgesellschaft durchgeführt wurde. Während der umfassenden Vorstellung durch Frederic Schlotfeldt, Energieexperte des Beratungsunternehmens HIC Consulting, und Eric Ludewig, Klimaschutzbeauftragter der Stadt Meinerzhagen, wurde die Gelegenheit genutzt, Fragen zu stellen und Punkte aus der Präsentation aufzugreifen.
Bestands- und Potenzialanalysen: Ist-Zustand und mögliche Wärmequellen
Dabei zeigt die erarbeitete Bestandsanalyse: Der Großteil der Energiebedarfe in Meinerzhagen wird nach wie vor mit Erdgas gedeckt. Welche Energiequellen künftig für die Wärmeversorgung herangezogen werden könnten, wurde basierend auf den Notwendigkeiten aus der Bestandsaufnahme im zweiten Schritt analysiert. Untersucht wurden dafür unterschiedliche zentrale und dezentrale Varianten der Wärmeversorgung, darunter Solarthermie, Geothermie, Industrielle Abwärme, Großwärme- und Wärmepumpen und Biomassse – alle immer wieder an den spezifischen Gegebenheiten vor Ort gespiegelt. Als Fazit zeigt sich zum Ende dieses ersten großen Projektblocks zur kommunalen Wärmeplanung in Meinerzhagen, dass Umgebungsluftwärmepumpen nach aktuellem Erhebungsstand am besten für eine breite Wärmeversorgung geeignet scheinen.
Nächste Schritte: Wärmestrategie mit konkretem Maßnahmenkatalog als Projektziel – Öffentlichkeit wird weiter eng eingebunden
Wie sich eine Wärmestrategie nun konkret darstellen könnte, wird nun zum Gegenstand der weiteren Projektarbeit: Basierend auf den Erhebungsergebnissen wird in den kommenden Wochen ein Zielszenario entwickelt, in dem die Optionen zur Deckung des künftigen Wärmebedarfs mit erneuerbaren Energien erarbeitet werden. Daraus soll abschließend eine Wärmewendestrategie konkret für Meinerzhagen entstehen, die als Fahrplan mit Maßnahmenkatalog für die klimaneutrale Wärmeversorgung dienen soll. Auch in die nächsten Schritte sollen die verschiedenen Akteure eng eingebunden werden. Zum Ende des Jahres wird es darüber hinaus eine zweite Öffentlichkeitsveranstaltung geben, in der die nächsten Schritte vorgestellt und erläutert werden. Anfang des kommenden Jahres schließlich soll der kommunale Wärmeplan stehen.
Weitere Informationen zum Thema kommunale Wärmeplanung in Meinerzhagen finden Sie hier. Auch die Präsentation des gestrigen Abends haben wir für Sie hinterlegt.
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