Der Stromausfall in Berlin, geopolitische Entwicklungen, aber auch die Corona-Pandemie und Extremwetter-Ereignisse haben uns in den letzten Jahren eindrücklich gezeigt: Unser Alltag kann sich von jetzt auf gleich ändern, wenn ein unerwarteter Notfall eintrifft. In den ganz unterschiedlichen Szenarien und Situationen ist immer eines vor allem wichtig: Wir sollten vorbereitet sein. Und dabei gehen der Bevölkerungsschutz, also die Maßnahmen, die von Seiten des Staates ergriffen werden, oftmals Hand in Hand mit der Selbstvorsorge, also den Vorkehrungen, die in jedem Haushalt getroffen werden sollten. Denn nicht immer ist es einfach, Betroffenen beispielsweise bei einem Stromausfall unmittelbar zu helfen, und auch die Informationslage ist nicht immer klar, wenn zum Beispiel der Mobilfunk eingeschränkt ist.
Was auch immer passiert: im Fall der Fälle muss es meist schnell gehen. Gleichzeitig ist ein koordiniertes, vorbereitetes Handeln das A und O im Krisenfall. Die Stadt Meinerzhagen hat deshalb relevante Infos zum Thema Bevölkerungsschutz gebündelt auf einer Seite zusammengetragen, damit die Bürgerinnen und Bürger sich bestmöglich vorbereiten können und im Ernstfall wissen, was zu tun ist.
Das passiert von Seiten der Verwaltung
Um für mögliche Krisenfälle vorbereitet zu sein, hat die Stadt Meinerzhagen in enger Zusammenarbeit mit dem Märkischen Kreis entsprechende Pläne entwickelt, die im Notfall greifen. Dazu gehören die Einrichtung eines „Stabs für außergewöhnliche Ereignisse“ (SAE), der zusammenkommt, wenn sich eine entsprechende Einsatzlage abzeichnet. Seine Aufgabe ist es, notwendige Maßnahmen zur Bewältigung des Ereignisses anzustoßen und durchzuführen. Je nach Sachlage wird der der Stab anforderungsgerecht erweitert, bei größeren Einsatzlagen erfolgt auch die Einbeziehung des Krisenstabs des Märkischen Kreises.
Ein weiteres Kernstück ist das Konzept „KIEZ“, kurz für „Krisen-, Informations-, Ersthilfe-Zentrum“, mit dem in jeder Kommune Anlaufstellen geschaffen werden, die den Bürgerinnen und Bürgern als verlässliche Orientierungspunkte dienen. Zu erkennen sind die Standorte an markanten Schildern. Je nach Schwere der Krise gibt es zwei Stufen:
KIEZ-Standorte Stufe 1: Feuerwehrgerätehäuser Stadtmitte, Valbert, Willertshagen und Haustadt sowie Bürgerbüro
An diesen Notfall-Infopunkten erhalten Sie gesicherte Informationen zur aktuellen Lage – sie dienen also als kommunikative Brücke, wenn Telefonnetze, Internet oder Mobilfunk ausfallen. Sie können dringende Notrufe absetzen oder erste Hilfe anfordern.
KIEZ-Standorte Stufe 2: Dreifach-Turnhalle im Schulzentrum Rothenstein, Ebbehalle
An diesen Standorten finden Sie weitere Unterstützung bei längeren Einsatzlagen, zum Beispiel Schutz vor Kälte, Lademöglichkeiten für Kleingeräte und Hilfs- sowie Versorgungsleistungen und Erste Hilfe.
Das KIEZ-System ist also so aufgebaut, dass Sie im Ernstfall nicht auf sich allein gestellt sind. Dennoch ist es sinnvoll, sich auch zu Hause entsprechend vorzubereiten.
Wie kann ich selber vorsorgen?
Ist ein Schadensereignis erst einmal eingetreten, kann es schwer werden, sich unmittelbar darauf einzustellen. Deshalb ist eine frühzeitige Vorbereitung wesentlich, um einen Notfall gut überbrücken zu können. Umfassende Informationen dazu finden Sie auf unserer Homepage und auf den Seiten des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe; grundlegende Hinweise sind:
Achten Sie auf Warnkanäle und bleiben Sie informiert
Über verschiedene Kanäle können Sie sich im Gefahrenfall informieren. Dazu gehören insbesondere das Sirenenwarnsystem, die WarnApp NINA sowie das Mobilfunknetz Cell Broadcast. Mit einem batteriebetriebenen oder einem Kurbelradio können Sie darüber hinaus Informationen erhalten, wenn das Stromnetz ausfällt.
Legen Sie einen Vorrat für Zuhause an
Für den Notfall sollten Sie einen Grundvorrat anlegen, um mindestens für drei, besser für zehn Tage auszukommen. Dazu gehören Lebensmittel, Getränke, Medikamente und Hygieneartikel. Ein Campingkocher, Taschenlampe, Power Bank und alternative Heizquellen sind ebenfalls Teil der Grundausstattung.
Bereiten Sie einen Notfall-Rucksack vor
Falls eine kurzfristige Evakuierung ansteht, hilft es, einen Notfall-Rucksack griffbereit zu halten. Er sollte eine Dokumentenmappe mit allen wichtigen Unterlagen wie Pass, Führerschein oder Impfausweis enthalten, darüber hinaus Verpflegung und Medikamente sowie rudimentäre Ausrüstungsgegenstände.
Stellen Sie sich auf Extremsituationen ein
Ob Wetterereignis, Stromausfall oder Cyberattacke: Verschiedene Szenarien erfordern unterschiedliche Reaktionen. Informieren Sie sich deshalb immer wieder auf den einschlägigen Portalen, beispielsweise der Stadt Meinerzhagen, des Märkischen Kreises oder des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe darüber, welche Handlungen in welchem Fall empfohlen werden. Hier finden Sie auch einen Flyer zu den KIEZ-Standorten in Meinerzhagen.
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