„Deutschland und Frankreich sind Nachbarn. Wir haben in vielerlei Hinsicht ähnliche Werte und Vorstellungen. Diese Gemeinsamkeiten wollen wir stärken und an die Jugend weitergeben.“ Dies war die Quintessenz eines Treffens, in dem Vergangenheit und Gegenwart zusammenkamen:
Am 8. Mai, dem Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges, war eine Delegation aus Meinerzhagen zu Gast in der Partnerstadt Saint-Cyr-sur-Loire – eine große Ehre, wie Bürgermeister Jan Nesselrath unterstrich. Er war eingeladen worden, beim Festakt zum Jahrestag des Kriegsendes einige Worte an die Anwesenden zu richten: „Wir tragen gemeinsam die Verantwortung für ein Europa, in dem für das Gedankengut von Feindschaft, von Überlegenheit des einen über den anderen und von Machtfantasien kein Platz ist. Wir müssen aufstehen und zusammenrücken, um eine Zukunft zu gestalten, in der Frieden, die unantastbare Würde des Menschen und gemeinsames Wohlergehen das Maß der Dinge sind.“
Dass dieses gemeinsame Anliegen die Arbeit der beiden Partnerstädte seit vielen Jahren prägt, wurde auch an den folgenden Tagen sehr deutlich: Neben der Gedenk-Zeremonie gab es viel Zeit für Gespräche und Austausch – zum Beispiel im Rahmen gemeinsamer Erkundungstouren durch Saint-Cyr-sur-Loire und das benachbarte Tours, beim Besuch eines Weinguts, dessen Produkte auch beim Meinerzhagener Weinfest immer wieder zu genießen sind, oder beim „Saveurs au Jardin“. Auf dem Gastronomie-Festival im Herzen der Stadt kommen Produzenten, Winzer und Feinschmecker zusammen, um regionale Speisen und Getränke zu genießen.
Begleitet wurden die deutschen Gäste, darunter vom Komitee für Städtepartnerschaft, von ihren französischen Freunden, allen voran Patrice Vallée als erstem Stellvertretenden Bürgermeister. Nach drei Tagen machte sich die deutsche Delegation auf den Weg nach Hause. Ein Gegenbesuch aus Frankreich noch in diesem Jahr ist geplant.
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