Knochenmühle in Mühlhofe

Knochenmühle in Mühlhofe

Ein in der Region – und darüber hinaus – einzigartiges Bauwerk ist die Knochenmühle in Mühlhofe als das letzte in Westfalen erhaltene Kulturdenkmal seiner Art. Vollständig restauriert und funktionsfähig, gibt sie Auskunft über das landwirtschaftliche Arbeiten im 19. Jahrhundert: Um das Jahr 1837 wurde die Mühlenanlage mit einem Stampfwerk für tierische Knochen erbaut. Das entstandene Knochenmehl wurde als organisches Düngemittel für die wenig ertragreichen Äcker genutzt. Waren die Partikel nach dem Stampfen noch zu grobkörnig, gab man sie zum weiteren Zerkleinern in eine mit Steinen gefüllte Trommel.  

Der Antrieb der Knochenmühle erfolgte mittels Wasserkraft über ein Wasserrad, das über einen Abzweig eines bachaufwärts liegenden und extra angelegten Teichs gespeist wurde. Dieser lässt auch die Steuerung des Rads über ein Wehr zu. Auf diese Weise wurde der tierische Dünger bis ins Jahr 1939 hergestellt.  

Interessierte Besucher können die Knochenmühle jeden ersten Mittwoch im Monat von 15.00 bis 17.00 Uhr oder nach Voranmeldung über den Heimatverein Meinerzhagen besichtigen. Darüber hinaus ist sie zu offiziellen Anlässen am deutschen Mühlentag (jeweils Pfingstmontag) sowie am Tag des offenen Denkmals (jeweils zweiter Sonntag im September) geöffnet.

Ihre Ansprechperson