Bildercollage aus Meinerzhagen

Valbert - heute Teil von Meinerzhagen

Valbert

Geschichtlicher Abriß

Der Name Valbert ist wahrscheinlich aus der Zusammensetzung der lateinischen Worte vallis und berta "Tal der Berta" entstanden. In alten Überlieferungen und Urkunden wird Valbert unter verschiedenen Namen geführt: Wallebrecht, Valbricht, Fahlbrecht, Vallebert und Vahlbert. Die erste bekannte urkundliche Erwähnung fand im Jahre 1077 im Zusammenhang mit dem Kloster Grafschaft (Schmallenberg) statt, als damals der Kölner Erzbischof Arno II die Privilegien und Besitzungen des Klosters bestimmte.

 

Kohlezeichnung von Valbert

Im 11.Jahrhundert bekam Valbert auch seine erste Kirche. Sie war eine Gründung der Kölner Erzbischöfe und stand auf dem heutigen Denkmalsplatz. Durch die Lage Valberts, direkt an der Grenze zu den Kurkölnischen und das hessisch-darmstädtische Herzogtum Westfalen, kam es des öfteren zu Streitigkeiten, die an Brisanz noch dadurch gewannen, dass es kurkölnischen Besitz auf dem Gebiet der Mark und auch umgekehrt gab. Da diese Streitigkeiten oft auf dem Rücken der Bauern ausgetragen wurden, schlossen diese sich zu einer Schützengilde zusammen und unterstützten die Grafen von der Mark, welche als Dank dafür den Valbertern das freie Fischerei- und Jagdrecht zugestanden. Die Tradition der Valberter Schützen hat sich bis heute gehalten und findet im Schützenfest seinen jährlichen Höhepunkt. Im 12.Jahrhundert begann in Valbert bereits der Bergwerksbetrieb, während der Beginn der heimischen Industrie in den Tälern, mit Osemund-, Stabeisen- und Stahlhämmern erst im 16.Jahrhundert begann, aber nach kurzer Zeit wegen schlechter Verkehrsverhältnisse wieder eingingen. In den folgenden Jahrhunderten wurde Valbert von den Kriegswirren immer wieder heftig durchgeschüttelt und in allen Kriegen brachten die Valberter ihre Opfer. Davon legt die Germania auf dem Denkmalsplatz ein beredtes Zeugnis ab. Auch Brände, Pest und Hagelschlag suchten die Valberter heim, aber durch ihren Fleiß, Sparsamkeit und Zähigkeit brachte die Bevölkerung es immer wieder zu einem gewissen Wohlstand. Durch den Bau der Listertalsperre 1909-1912 wurde der Fremdenverkehr gefördert, was eine zusätzliche Einnahmequelle für das Valberter Gebiet brachte. Die Bahnstrecke von Meinerzhagen nach Krummenerl gebaut 1912-1927, beeinflußte die Steinindustrie positiv.

Am 1.1.1969 verlor Valbert durch die kommunale Neugliederung Nordrhein-Westfalens seine Eigenständigkeit und ist seitdem ein Teil Meinerzhagens.

Trotz aller Befürchtungen der Valberter ist das Dorf in seiner Entwicklung nicht vernachlässigt worden.
So ist Valbert heute ein Kleinod des westlichen Sauerlandes. Im Sommer bieten sich die Berge und Wälder zum Wandern an, die Talsperren bieten viele Möglichkeiten des Wassersportes, im Winter kommen die Wintersportler mit vielfältigen Möglichkeiten zum Zuge.

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