Schulen in Meinerzhagen
Die Schulen in Meinerzhagen sind schon sehr früh entstanden, was wohl auf die wichtige Lage an der Kreuzung zweier alter Handelswege zurückzuführen ist. Die erste Schule, welche zurzeit der Reformation noch einklassig war, wurde bereits Anfang des 19ten Jahrhunderts auf zwei Klassen erweitert. Auch in Valbert wurde schon seit der Reformationszeit regelmäßiger Schulunterricht erteilt. Die Lehrkräfte waren in den Anfangszeiten meist Geistliche. In Valbert wurden dem Pfarrer Vikare zu Seite gestellt, welche ihn in seinem Lehramt unterstützten.
Ganz besonders der 1.November 1897 geht in die Annalen der Schulgeschichte ein, da wurde die Vorgängerin der heutigen Realschule eröffnet, die Selekta.
Die Anzahl der Schulen nahm bis in die 60er Jahre ständig zu, so dass sich in der Gemeinde Meinerzhagen acht Volksschulen plus eine Realschule und in der Gemeinde Valbert sechs Volksschulen befanden. Durch die Schulreform 1968 wurden die einklassigen Schulen geschlossen und durch die Rückläufigkeit der Schülerzahlen fielen später noch zwei Grundschulen des Ortsteiles Valbert weg.
Als die neue Schule "Auf der Wahr" 1968 eröffnet wurde, reichte ihre Kapazität schon nicht mehr aus, den Klassenraumbedarf zu decken. Deshalb wurde sie 1970 durch die achtklassige Grundschule ergänzt, die aber schon drei Jahre später um weitere sechs Klassenräume ergänzt werden musste.
Es war aber schon abzusehen, und im 1972 veröffentlichten Schulentwicklungsplan auch nachzulesen, das schon in naher Zukunft die Kapazität nicht ausreichen würde.
Es wurde mit den Planungen für eine neue Schule begonnen, und im April 1976 konnte der Stadt Meinerzhagen der Entwurf des Schulzentrums Rothenstein vorgelegt werden. Nach dreijähriger Bauzeit konnte dann die Realschule und die Grundschule Rothenstein dieses Gebäude beziehen. Damit wurden 35 Klassenräume plus diverser Fachunterrichts- und Verwaltungsräume bezogen. Mit 19 Millionen DM Kostenaufwand war das Schulzentrum Rothenstein das bis dato größte Schulbauprojekt der Stadt Meinerzhagen.
Das ev.Gymnasium wurde 1962 in einem Jugendheim provisorisch eröffnet. 1964 konnten die Schüler dann in den neuerrichteten Gymnasiumsbau umziehen. 1966 wurde das ev.Gymnasium mit dem Bau einer Turnhalle und eines Sportplatzes erweitert. 1998/99 erfolgte die Erweiterung um einen vierten Klassenzug.
Die bisher im Schulzentrum "Auf der Wahr" und der Nordschule untergebrachte städtische Gemeinschaftshauptschule wurde danach in das Gebäude der ehemaligen Realschule an der Genkeler Straße verlegt und die in der Trägerschaft der Städte Meinerzhagen und Kierspe stehende Schule für Lernbehinderte in die vormals von der Hauptschule benutzten Räume im Schulzentrum "Auf der Wahr".
Die Städte Halver, Kierspe und Meinerzhagen, sowie die Gemeinden Schalksmühle und Herscheid haben den Zweckverband Volkshochschule Volmetal gegründet, welcher im hiesigen Raum die Erwachsenenbildung durchführt.




